Irgentwie erscheint mir alles so bedeutungslos, als häte der Himmel sein Blau und die Wiese ihr grün verloren. Als wären all diese Farben, in denen mir diese Welt einst erschein, einfach ersetzt worden. Ergraut, von schwa´rz und weiß verdängt. Als wäre das Licht, das mir den letzten schmalen Pfad zeigte, einfach erloschen. Als hätte das Glück, das ich irgendwann mal zu besitzen glaubte, mich in dieser eintönigen Dunkelheit allein gelassen. Jetzt liege ich hier und starre mal wieder ins Nichts. In dieses Nichts, das größer und bedrohlicher scheint, als all die verlassenen Straßen im blassen flackernden Schein der Straßenlaternen. Langsam drohe ich in dieser undurchdringlichen Stille, die mich immerzu umgibt, zu versinken. Würde ich nicht ab und zu inne halten und meinen sanften Atemzügen lauschen, hätte ich selbst nicht mehr daran glauben können, dass ich wirklich noch am Leben bin. Und all die alzigen Tränen, die sich über meine tauben wangen bewegen, wie die Autos über die Straße, hätte ich sicher auch nicht wahrgenommen, würde ich mich nicht alle paar Minuten -oder doch Sekunden ? versichern dass ich wirklich noch existiere. Ja, das tue ich. Nicht leben. Eistieren. Nicht leben. Nur noch atmen und lauschen. Nicht leben. Einfach nur da sein. Existieren.
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